relativ

Fotographien dokumentieren Tatsachen, z.B. das Aussehen eines Eisenrohrs oder die Beschädigungen an einer Türe. Aber das läßt viel Spielraum für Variationen. Ein Foto, aus dem nicht ersichtlich ist, wie groß das Eisenrohr im Vergleich mit seiner Umgebung ist, kann “einen falschen Eindruck erwecken”. Wenn man die beschädigte Tür unter anderen Lichtverhältnissen und aus größerer Entfernung aufnimmt, ändern sich eine Reihe von Assoziationen. Tatsachen sind immer aus einem Kontext ausgeschnitten, das ist ja auch ihr Sinn und Zweck. Andernfalls hängt alles mit allem irgendwie zusammen. Das heißt aber auch, dass das Entfernte nicht zu vergessen ist.

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Sturmschäden

Hier das Werkzeug und das Werk

Die Eingangstür zum Senatsbüro am 26.4.2012

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“Brutale Stürmung”

Dieses Video wird beschrieben mit: Brutale stürmung der uni durch die polizei. Davon ist nichts zu sehen.

Auf der deutschen Facebook Seite wird die Situation so dargestellt:

Video zeigt Stürmung des Ganges vor dem Senatsbüro (wohin die Senatssitzung zum Beschluss der Studiengebühren gestern nach Blockade des Sitzungssaales geheim verlegt wurde), nachdem dieses etwa eine halbe Stunde durch rund 500 Studierende belagert wurde. Etwa 100 PolizeibeamtInnen, später auch 20 bis 30 WEGA-Beamte, drängten die Masse unsanft aus dem Gang vor dem Sitzungsbüro.Die Behauptung, dass die Senatsmitglieder den Raum nur dank Polizeischutz verlassen konnten, ist jedoch unwahr – die Studierenden versammelten sich nach der hier zu sehenden unsanften Vertreibung vor der Uni neu um zum Wissenschaftsministerium und schließlich zum Parlament zu demonstrieren – als die Polizei noch immer die Uni belagerte und die Senatsmitglieder in ihrem Büro festhielt, die Protestierenden längst auf den Straßen

Schon in der Diskussion auf Facebook wird darauf hingewiesen, dass mit dem Titel etwas nicht ganz zu stimmen scheint. Zusätzlich ist anzumerken:

  • “…drängten die Masse unsaft…”. Genau das tat zuvor “die Masse” mit den Mitgliedern des Senats. Also “brutale Stürmung des Senatssitzungssaals” durch die Demonstrantinnen?
  • Die Behauptung, dass die Senatsmitglieder Polizeischutz beanspruchten ist wahr.
  • Ob er gebraucht wurde? Von innen ist schwer einzuschätzen, ob eine lautstarke Menge, die unter anderem mit einem Eisenrohr die Türe aufzubrechen versucht, sich friedlich verhalten wird.

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“Schnitzeljagd”

 Österreich, 28.4.2012. Seite 10


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lebensgefährlich

Universitäre Selbstverwaltung kann Ihre Gesundheit gefährden, z.B. wenn sich Bestandteile des Plafonds des Senats-Sitzungssaals in die Tiefe stürzen. So geschehen kürzlich, glücklicherweise am Wochenende.

Eine Rosette der Kastendecke, massive Holzschnitzerei, löste sich und glitt über die Befestigung der neu installierten Beleuchtung nach unten, riss den Scheinwerfer mit und zerschmetterte ihn am Boden.

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Michael Grosser zur STEOP 2011/12

Wir können nur ausgewählte Videos der Podiumsdiskussion zur STEOP vom 22.11.2011 zugänglich machen. Das folgende dokumentiert Michael Grossers eindrucksvollen Beitrag.

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Curricularentwicklung, Istzustand

Eine erste Annäherung an die Komplexität der Curriculargestaltung gibt die folgende Skizze.

Der Wirkungsbereich von Studienprogrammleitungen fällt in kleinen Fakultäten mit diesen zusammen, in Regelfall sind sie für Studienprogramme zuständig, die in einem oder mehreren Instituten angesiedelt sind. Der Senat, die Curricularkommission und die curricularen Arbeitsgemeinschaften operieren unabhängig von diesem Raster.

Das Diagramm der Peers zeigt weder die doppelte Zuständigkeit des Rektorats für Fakultäten und SPLs, noch die curricularen Arbeitsgruppen. Natürlich muss das Werkel irgendwie zusammenspielen. Fortsetzung folgt.

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Wahrnehmungsstörung

Der Report der Peers zum Organisationsplan ist hier mehrfach dargestellt und gelobt worden. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass er auch bedenkliche Stellen enthält. Insbesondere die Darstellung der Arbeitsverteilung in der Curricularentwicklung ist missglückt.

Die Linie der Entkoppelung stellt den Senat, die Dekanate, die DLE “Studien und Lehrwesen” und die Qualitätssicherung auf eine Seite, das Vizerektorat Lehre, die SPLs und die SSCs auf die andere. Das ist, was die rechte Seite betrifft, korrekt. Aber die Auflistung links verfehlt die Verhältnisse.

Die Qualitätssicherung und das Scientific Evaluation Board gehören ihrer Konstruktion nach auf keine Seite, sie sind sowohl vom Senat, als auch vom Rektorat, abgehoben. Studien- und Lehrwesen stehen unter der Direktion des Rektorats, das als Instanz eigentlich auf der rechten Seite zu nennen wäre. Die Dekanate kann man nicht in einer Reihe mit dem Senat anführen. Sie werden in Doppellegitimation von den Professoren und dem Rektorat besetzt und haben mit dem Senat rein gar keine organisatorische Verbindung. (Das gilt auch für das Board, die Qualitätssicherung und die DLE.)

Dieses Diagramm zeigt lediglich den Strang der Studienverwaltung, herausgehoben aus mehreren anderen essentiellen Faktoren. Von einer Wiedergabe der “gegenwärtigen Struktur” kann keine Rede sein.

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Podiumsdiskussion der ÖH Uni Wien zum Organisationsplan der Uni Wien

Ankündigung auf Facebook.

Wir fragen uns:

Der konstatierte Mangel an Transparenz und Kommunikation hängt mit fehlender Beteiligung zusammen. Wie kann Mitbestimmung im Rahmen des Organsationsplans umgesetzt werden?

Ist die Matrixstruktur der Universität Wien, also die weitgehende Trennung von Forschung und Lehre, von Fakultäten und Studienprogrammleitungen in dieser Form sinnvoll? Wie können Institute, Fakultäten, Forschungszentren und Studienprogrammleitungen künftig sinnvoll in Bezug zueinander gesetzt werden?

Wie können die Hierarchien zwischen den FunktionsträgerInnen flach gehalten und die direkt von Entscheidungen Betroffenen besser eingebunden werden?

Wie können dadurch der Senat und in weiterer Folge andere Mitbestimmungsgremien, die Qualität der Lehre strukturell selbstbestimmter in die Hand nehmen und gestalten? Wie können also Mitbestimmung, eine Stärkung der Stimme der Studierenden in den universitären Gremien und mehr Bottom Up-Strukturen im Organisationsplan implementiert werden? Welche Gremien sollten wie verankert werden?

Wie ist zukünftig curriculare Entwicklung zu denken? Ist eine Verankerung dieser etwa in Studienkonferenzen sinnvoll?

Und inwiefern haben alle diese Fragen inhärent mit Frauenförderung und Feminismus zu tun?

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Projekt Forschungsdaten

In diesem Blog ist schon von der Suche nach einem neuen, umfassenden Dokumentationsprogramm für die universitäre Forschung berichtet worden.

Michael Greil leitet das Projekt. Ein kurzes Interview mit ihm führt Herbert Hrachovec:

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